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Du,
nah der Venus
Paß
auf, daß du nicht kollidierst -
Tu
dir nicht weh
Im
zarten Licht der jungen Sonne liegst du morgens an
eine
Häuserwand gelehnt und du erzählst jedem einzelnen
deiner
Finger eine Geschichte
Und
abends, wenn der Tag für eine Nacht lang stirbt und
das
bleiche Mondgesicht bedächtig seine Bahn zieht,
sitzt
du unten am Fluß und du wirfst Steine ins
Wasser.
Du sagst leise,
Ich
habe immer geliebt
Irgendwann
in der Nacht, wenn du mit zitternden Händen
an meine Tür
hämmerst und du schreist, Ich liebe
dich
doch...
Sieh
her, ich hab uns eine Flasche vom Besten
mitgebracht...Darf
ich reden...?
Wenn
du mir dann gegenüber sitzt, den Kopf so tief in den
Händen
vergraben, ohne einen Laut, kein Grollen, kein
Schluchzen,
keinen verfluchten Seufzer. Still, unbewegt
O
ja, ich ahne, du starrst mich durch die Fingerritzen an,
mit
deinen weiten, geröteten Augen. Du kaust auf deinen
Lippen
und wartest
Verdammt,
worauf wartest du?
Soll
ich aufspringen, dich an mich drücken, so wie wir's
immer
machten, wenn's nicht mehr weiterging?
Soll
ich für dich lachen,
soll
ich dir die Tür weisen,
soll
ich...ich...ich...?
Später
erzählst du mir von dir,
von
den Geräuschen der Straße,
vom
leichten Vibrieren der Brücken, wenn Züge
darüberfahren,
vom
stummen Surren großmächtiger Hochhäuser und
Türme,
Hey,
Mann, sie stecken voller Energie, ein Gefühl, als
würdest
du
unter Hochspannungsleitungen gehen!
Vom
geheimnisvollen Funkeln des Sees im öffentlichen
Park,
wenn
die Dharma-Bums gemächlich vorbeigehen und
Han-Shan
rezitieren,
von
dem Einen, den du liebevoll JACK nennst,
von
den Orten und Plätzen, an denen wir früher die
Flaschen
Rotwein
umarmten und lachten und jauchzten, du sagst,
Sie
schwärmen noch immer davon und hängen den
vergangenen
Tagen hinterher, wie Alte, die unbemerkt
ihre
Jugend verloren haben und sie nun vermissen
Am
Tag darauf stehe ich am Fenster, sehe die Welt durch
einen
Spalt in der Gardine, sehe dich,
du
taumelst,
Paß
auf, daß du nicht mit Venus kollidierst -
Tu dir nicht weh
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